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Nur Mut!

Tue jeden Tag etwas Herausforderndes.

Sich in schwindelnder Höhe zu bewegen oder ein Pferd ohne Zaumzeug zu reiten, davon lässt sich träumen. Sich dorthin zu bewegen und dann wirklich den ersten Schritt zu wagen ist dann doch nicht jedermanns Sache.
Es quält die Balance. Das Gleichgewicht, wie bei allem im Leben. Die Gesundheit im Griff haben, das Körpergewicht kontrollieren, die Gradwanderung zwischen Job und Freizeit ausloten, glücklich und erfolgreich leben. Für mich beginnt Balance nicht mit Balance, es ist das Resultat aus verschiedenen Komponenten. Lassen Sie es mich mit der Philosophie von Pat Parelli, meinem Coach für Natural Horsemanship so erklären:

Es beginnt mit dem Fokus
Fokus ist die Hauptsache, das Herzstück und das Wichtigste, er vermittelt Ihnen, was Sie beim Reiten mit den Händen tun sollen, mit dem Körper und den Beinen, wann Sie es tun sollen und mit wie viel Druck oder Energie. Der Verlust vom Fokus verlangsamt Ihr Timing und Sie verlieren beim Reiten das Gefühl, weil die Botschaft durch Ihre Augen zu Ihrem Gehirn und dann zu Ihren Händen und Beinen geht. Der Fokus schärft Ihre Sinne und Achtsamkeit.

Gefühl
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf einem Pferd. Jedes Mal, wenn Sie die Zügel aufnehmen, tun Sie dies graziös und gefühlvoll. Jedes Mal, wenn Sie das Seil in die Hände nehmen oder Ihr Pferd berühren, tragen Sie Ihr Herz in Ihrer Hand. Sie können für das Pferd und mit ihm fühlen und so nach seinem Verstand greifen, nicht nur nach seinem Körper. Niemand hat mehr Gefühl als ein Blinder. Schliessen Sie ab und zu die Augen und spüren Sie, wie sensibel Sie sind, wieviel mehr Sie fühlen und wie schnell Sie darauf reagieren können.
 
Timing
Stimmt Ihr Timing oder sind Sie oft einen Moment zu spät? Können Sie im richtigen Moment das richtige tun, damit Ihr Pferd "richtig" sein kann? Können Sie die Dinge mit den Gedanken Ihres Pferdes in Takt bringen so, dass Sie Entspannung geben können, wenn es nur schon daran denkt, das zu tun, was Sie von ihm möchten? Timing ist es, was ein Pferd störrisch oder willig sein lässt, abgestumpft oder sensibel, irritiert oder gelassen und selbstbewusst. Wie sich ein Pferd anfühlt, wenn Sie mit ihm umgehen und es reiten, ist ein Spiegelbild davon, wie Sie fühlen, berühren und leiten.
 
Balance
Können Sie ein Pferd in seinen Manövern exakt begleiten und leiten und keinen Moment zu spät sein? Sind Sie mit ihm synchron, also zeitgleich? Können Sie ohne Sattel oder Zügel in allen Gangarten reiten und perfekt im Gleichgewicht bleiben? Das ist es, was Sie im Umgang mit Pferden anstreben. Dies baut einen ganzen neuen Level von Respekt auf. Stellen Sie sich bloss vor, wie es sich für Ihr Pferd anfühlen muss, wenn Sie nicht in Balance mit ihm sind, und was es alles tun muss, um dafür zu kompensieren!


Was hat das mit Ihrem Leben zu tun?
Wenn Sie den Text aufmerksam gelesen haben, werden Sie vielleicht feststellen, dass das erlangen vom Balance wohl auch mitten in Ihr Leben passt. Ihr Fokus gibt Ihnen die Richtung vor, es liegt in Ihrer Verantwortung diesem zu folgen. Ein starker natürlicher Fokus beschert Ihnen das wertvolle Gefühl für eine Situation, für Menschen oder deren Entscheidung und Haltung. Sie werden achtsamer durch Ihr Leben wandern. Der Fokus und Ihr Gefühl führen Sie zu einem angepassten Timing, um das Momentum beizubehalten. Sie wissen, wann Sie etwas sagen oder zuhören, wann etwas geben oder nehmen, wann loslassen oder festhalten. Durch einen natürlichen starken Fokus, ein sensibilisiertes Gefühl und exzellentes Timing werden Sie mit Balance belohnt. Sie beurteilen die Dinge schon im Vorfeld anders, Sie haben Ihren Energiehaushalt im Griff und gehen die Dinge im Leben mit mehr Leichtigkeit an.

Reden wir also von Balance im Leben, stelle ich Ihnen die Frage, wo liegt Ihr persönlicher Fokus? Mit dieser Selbstanalyse bringen Sie schlussendlich so ziemlich alles im Leben in Gang.   

Where the focus goes, the energy flows and balance comes in place.

Herzliche Grüsse
Liz Heer

Publiziert am von Liz Heer

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